
Ich war in Stuttgart unterwegs, hatte etwas Zeit – und da stand er plötzlich - der Togg T10F. Ich hatte das Auto schon in ein paar Videos/Bildern gesehen, fand ihn ganz schick, aber ehrlich gesagt: große Erwartungen hatte ich nicht. Ein türkisches E-Auto? Na ja, dachte ich, schauen wir mal.
Zitat
Dass mich dieser Tag so umhauen würde, hätte ich nie gedacht.
Der erste Eindruck
Schon als ich mich dem Auto näherte, fiel mir die Präsenz auf. Diese Front, das Lichtdesign, die klaren Linien – nichts wirkt billig oder nach Kompromiss. Im Gegenteil: Der T10F steht da wie ein europäischer Premium-Fastback, irgendwo zwischen BMW und Tesla Model, aber mit einer eigenen Note. Selbst das Logo – schlicht, modern, fast skandinavisch – wirkt durchdacht.
Ich bin ehrlich: Ich war überrascht und ein bisschen skeptisch. Denn viele Autos sehen außen stark aus, verlieren aber beim Einsteigen jede Magie.
Der Innenraum
Tür auf, hinsetzen – und plötzlich war da dieses WOW. Die Materialien fühlen sich hochwertig an: weiches Plastik, schickes Leder und überall saubere Linien. Das große Display zieht sofort den Blick auf sich und das Cockpit wirkt aufgeräumt und gleichzeitig futuristisch.
Ich habe mich sofort wohlgefühlt. die Sitzposition? Perfekt. Nicht zu tief, nicht zu hoch.
Dann kam der Moment, der mir wirklich ein Lächeln aufs Gesicht zauberte: Ich starte das Auto – und es ist einfach ruhig. Kein künstlicher Sound, kein übertriebenes Lichtspiel. Nur ein leises Summen und ein Gefühl von: „Okay, ich fahre jetzt etwas Besonderes.“
Losfahren
Ich rolle vom Hof. Schon nach den ersten Metern merke ich: der T10F fährt sich unglaublich harmonisch. Die Lenkung ist leicht, aber präzise. Jede Bewegung fühlt sich direkt und kontrolliert an.
Ich bin in der Innenstadt unterwegs, also kein Platz für Vollgas, aber beim Beschleunigen – wow. Sanft, aber kraftvoll. Es fühlt sich echt elektrisch an, nicht wie ein umgebauter Verbrenner.
Was mich besonders beeindruckt hat, war das One-Pedal-Driving. Ich nehme den Fuß vom Gas und der Wagen verzögert so gleichmäßig, dass ich kaum bremsen muss. Einfach rollen, gleiten, stoppen – alles flüssig.
Kleinigkeiten
Natürlich habe ich auch ein paar Dinge bemerkt, die noch nicht perfekt sind. Das Infotainment-System war stellenweise etwas träge – beim Eintippen der E-Mail zum Beispiel kam keine Tastatur. Ein Verkäufer meinte lachend: „...ein kleiner Software-Hänger, kommt manchmal vor.“ Ein kurzer Neustart und alles funktionierte wieder.
Beim Schließen hupte der Wagen automatisch – das war mir zu laut. Anscheinend lässt sich das (noch) nicht ausschalten, aber sie arbeiten dran. Solche kleinen Eigenheiten sehe ich bei einem neuen Hersteller ehrlich gesagt gelassen.
Fahrt von Stuttgart Richtung Degerloch
Ich habe den Wagen schließlich auf die Anhöhe Richtung Degerloch gefahren, ein paar Kurven, ein bisschen Stadtverkehr, ein Stück Landstraße. Und da kam er: dieser Moment, in dem man vergisst, dass es „nur eine Probefahrt“ ist.
Die Federung war angenehm straff, aber nie hart. Das Auto lag satt auf der Straße, und der Innenraum blieb ruhig, selbst auf unebenen Straßen. Ich hatte das Gefühl, das Fahrzeug will, dass man ihm vertraut – und genau das tat ich nach wenigen Kilometern.
Was mich am meisten überrascht hat
Der Komfort. Ich bin viele E-Autos gefahren – vom Tesla Model 3 bis zum Mercedes EQB – aber selten habe ich mich nach 30 Minuten so entspannt gefühlt. Die Sitze sind weich, aber nicht schwammig. Der Rücken wird perfekt gestützt und die Armlehnen sind endlich dort, wo man sie braucht.
Auch die Geräuschdämmung war erstaunlich gut. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten kein Dröhnen, kein Windrauschen – einfach Ruhe. Für ein Fahrzeug, das gerade erst auf den Markt kommt, ist das beeindruckend.
Mein Fazit nach der Probefahrt
Ich bin ehrlich: Ich kam mit null Erwartungen und fuhr mit einem breiten Grinsen wieder vom Hof. Der Togg T10F hat mich überrascht – nicht nur, weil er gut ist, sondern weil er zeigt, dass ein neues Unternehmen wirklich verstanden hat, worum es bei modernen E-Autos geht.
Design, Komfort, Fahrgefühl – das alles passt. Und obwohl es noch kleine Kinderkrankheiten gibt, spürt man, dass hier Potenzial steckt.
Ich habe den Wagen nach der Fahrt abgestellt, ausgestiegen, bin noch einmal drum herumgelaufen – und dachte mir: „WOW, wenn das der Anfang ist, will ich wissen, wie der nächste Togg sich anfühlt.“